Denn ich hielt es für richtig, unter euch  nichts zu wissen als allein Jesus Christus, den Gekreuzigten (1. Kor. 2, 2).

 

 

Die Dämme brechen

 

   Riesige, schlammige Fluten ergossen sich über das Land; Häuser und Autos wurden mitgerissen, Menschen ließen ihr Leben. Die alt bewährten Dämme und Schutzwalle konnten dem ungeheuren Druck des Wassers nicht mehr standhalten. Ganze Dörfer versanken in den Fluten. Man hatte die Lage für nicht so bedrohlich gehalten, und so sah man nicht, dass die teilweise schlecht gewarteten Dämme dieser Flut nicht standhielten.

 

   Haben nicht auch wir in unserem Leben solche Dämme, dahinter wir uns in Sicherheit wägen? Dämme, wie christliche Gemeindestrukturen, Verhaltensregeln und Normen? Nun fangen diese plötzlich an zu wanken. Sie brechen auseinander, aufgeweicht durch den Druck der „neuen Zeit“. Diese Zersetzung ist schleichend, am Anfang kaum zu merken. Sie dringt durch außen in uns ein, und dabei nehmen wir kaum wahr, wie diese schlammigen Fluten uns mitgerissen haben und nur noch eine Spur von Verwüstung und Not zurücklassen.

 

   Wer Ohren hat, der höre, und ich möchte ergänzen, wer Augen hat, der sehe! Sehen wir nicht, dass die Dämme, die in unseren Ehen, Familien und Gemeinden Schutz boten, plötzlich wegbrechen, unterhöhlt werden und vom Strudel der Zeit mitgerissen werden? Sind die Dämme erst einmal gebrochen, so kann man die Wassermassen nicht mehr zurückholen, jeder Einzelne kann sich dann nur noch in Sicherheit bringen, er muss sicheren Boden unter die Füße bekommen. Er muss auf sicheren Grund zurückkehren, auf den Felsen, der über dem Strom der Zeit steht: Jesus Christus! Er sagt: „Wer zu mir kommt und hört meine Rede und tut sie, ich will euch zeigen, wem er gleicht. Er gleicht einem Menschen, der sein Haus baute und grub tief und legte den Grund auf  Fels. Als aber eine Wasserflut kam, da riss der Strom an dem Haus und konnte es nicht bewegen, denn es war gut gebaut“ (Luk. 6, 47.48).

 

   Der Fels, Jesus Christus, ist der Garant für die Ewigkeit. Doch leider haben es viele versäumt, auf diesen Felsen zu bauen und sehen nun, dass alles zusammenbricht. Da gibt es nur eines: Hinauf auf den Felsen, der aus der Flut der Zeit herausragt. Jesus Christus, Er ist das Fundament, das unserem Leben Halt gibt, auf dem die Gemeinde Jesu festen Halt findet. Die auf dem Felsen Stehenden haben dann nichts zu befürchten, denn sie stehen auf dem Fels der Ewigkeit. Denn der Eine, Christus der Fels, ist es der zählt. Er ist es, der uns hält und uns umgibt von allen Seiten. Damit ist das ‚Christsein’ nicht so sehr eine Position des Dammes, sondern vielmehr eine Frage der Position zum Fels - Jesus Christus!

 

   Wie stehst Du, lieber Leser, zu Jesus Christus? Hast Du Dein Leben auf diesen Fels gebaut oder vertraust Du noch den vielen Dämmen, die Dein vermeintlich sicheres Leben schützen? Bedenke, nur das Eine hat Bestand, das andere wird über kurz oder lang vergehen.